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Spätherbst / Winterfütterung

Koifutter im WinterWenn die ersten längeren Kälteeinbrüche kommen und die Wassertemperaturen nur noch ganz knapp zweistellig bzw. einstellig sind, werden die Fische zunehmend träger und nehmen sehr viel weniger Futter auf. Auch werden sie häufig etwas schreckhafter; sie werden in verstärktem Maße von Instinkten gesteuert. Störungen sollten daher auf das unbedingt notwendige beschränkt werden.

Die maßvolle Zufuhr geeigneter Nahrungs- und besonders auch Wirkstoffe ist aber nach wie vor wichtig. Auch wenn die Koi bei Absinken der Temperaturen oft schon einmal einen Tag kaum noch fressen wollen, ändert sich dieses meist wieder in den Folgetagen. Es ist davon auszugehen, dass die Fische auch bei niedrigen Wassertemperaturen um die 4-5° - sehr verhalten und langsam - noch Nahrung aufnehmen und Geeignetes auch verdauen können. Monatelanges Hungernlassen ist immer nachteilig und auch überholt seit es entsprechend geeignete Futtermittel gibt.

Koi unterbrechen außerdem in den Übergangszeiten immer wieder das ruhige, energiesparende Ablegen am Teichgrund. Sie verbrauchen durch Herumschwimmen an sonnigen, milderen Herbst- und Wintertagen viel Energie. Fast alle Koiteiche folgen diesen Temperaturschwankungen langsam auch bis in die tieferen Bereiche; im Gegensatz zu großen, sehr tiefen Naturgewässern. Selbst bei über Sommer reichlich gefütterten Tieren kann es dadurch bei sehr langen Wintern mit wechselhaften Temperaturen zu  Stressfolgen durch Unterversorgung kommen. Koifutter im Winter

Je niedriger die Wassertemperaturen sind, umso höher sind die Anforderungen an die artgerechte Qualität der Nahrungsstoffe und damit deren Verdaulichkeit.
Artgerecht sind Nährstoffe bzw. Nährstoffträger, an die sich die Fische angepasst haben, nämlich solche, die aus Ihrem Lebensraum, dem Wasser stammen. Es gibt kaum Ersatzstoffe für hochwertiges Fisch- und Krillmehl als Eiweißträger, sowie Fischöle als Fettlieferant.

Wie schon oft beschrieben, kommt der Qualität des Nahrungsfett zu dieser Zeit eine besonders hohe Bedeutung zu. Herkünfte aus unerhitztem Fischöl haben absoluten Vorrang vor den üblichen, erhitzten und konservierten Futterfischölen oder gar Ölen landtierischer und auch pflanzlicher Herkunft. Der Fettgehalt soll nach neueren Erkenntnissen aber auch dann nicht zu hoch sein, max. so um die 8-10% herum - bei entsprechend verfügbarer Qualität.

Mit (für die Koiernährung) überfetteten Futtersorten der Teichfischmast kann mehr geschadet als genutzt werden. Z.B. sind die bei derartigen Futtersorten sehr häufig verwendeten Palmfette für Koi bei niedrigeren Wassertemperaturen so gut wie unverdaulich. Diese Futter produzieren allenfalls verfettete und damit anfällige Koi. (Gilt sinngemäß auch für zuviel an Koi verfüttertes Störfutter).

Bestimmte Fettsäuren in unerhitzt gewonnenen Fischölen haben dagegen nicht nur eine hervorragende Verdaulichkeit bei ganz niedrigen Wassertemperaturen, sondern darüber hinaus auch noch Wirkstoffunktionen.
Selbst bei Rohfettgehalten von gut 10-12% verfetten die Tiere damit nicht, sondern sie verbessern die Kondition. Leider können Koifutter mit diesen Fettqualitäten wegen der Erhitzung im Extruder in einem Arbeitsgang industriell nicht hergestellt werden. Gerade die erforderlichen kurzkettigen Ölqualitäten mit  niedrigem Schmelzpunkt sind sehr hitzeempfindlich. Es bleibt nur die nachträgliche Zufuhr in einem weiteren Arbeitsgang mit dem - optischen - Nachteil feinster Auswaschungen beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche. Gleiches gilt für das nachträgliche Coaten mit kaltgepressten Fischöl von Hand.

Gute Koifuttermittel mit Eignung für die Kaltwasserfütterung haben durch die Verwendung ausgewählter Komponenten eine besonders hohe, belastungsarme Verdaulichkeit. Die enthaltenen Kohlehydrate sind durch Extrusion oder Fermentierung weitgehend aufgeschlossen. Die verwendeten Fette entsprechen der vorangegangenen Beschreibung und der Eiweißanteil hat ein ausgewogenes Aminosäurenmuster - wie es nur gutes Fischmehl bieten kann. Es verfügt über eine hohe Vitaminierung einschl. des für den Hämoglobinstoffwechsel wichtigen Vitamin C; sowie hochwertige, leichtverfügbare Mineralstoffe.

Wichtig: Für eine gute Konditionierung der Koi für die Überwinterung ist die gesamte Fütterungszeit in den Sommermonaten wichtig. Je niedriger die Temperaturen werden, umso wichtiger ist nicht ein extrem hoher, oft noch ungeeigneter Nährstoffgehalt des Futters (Überfettung mit ungeeigneten, erhitzten Ölen - viel zu hohe Proteingehalte!), sondern die belastungsarme Verdaulichkeit und Gesundheitsunterstützung wie oben beschrieben.

                                                                             

             

                                         Dazu noch einmal in Kurzform unsere Empfehlungen für den Spätherbst/Winterbeginn:

                Solange die Koi noch an der Teichoberfläche fressen wollen (sollen), meist bis ca. um die 9/10°:

Hin und wieder sind auch jetzt noch die leichtverdaulichen Milchsäuresnacks eine willkommende Abwechslung; sowie die hochwertigen Koi Vitalpellets.

  • Nach und nach sollten Sinkfutter, vorzugsweise Missimur ProtectMisimarAtama Sinkfutter Mix oder das besonders hochwertige Sinkfutter Mix Premium  (mit nachträglichem Zusatz von Omega-Öl. Erzeugt keinen Fettfilm auf dem Wasser!) eingesetzt werden (zeitlich getrennt vom Schwimmfutter).
  • Alle Futter sollten spätestens jetzt häufig zusätzlich mit unbearbeiteten Fischölen, z.B Atama omega oder auch notfalls Lebertran, zusätzlich aufgefettet werden.

 

                                          Unter ca. 7/8° Wassertemperatur dann,

wenn die Koi nicht mehr so gerne von der Oberfläche fressen wollen, und solange es - zuletzt körnchenweise - noch irgend geht: Atama spezial Sinkfutter MIX oder Sinkfutter Mix Premium am besten noch ergänzt mit Missimur Protect oder Misimar Letztere nicht nur für eine weitere, abwechslungsreichen Zufuhr besonders leicht verdaulicher Nährstoffe, sondern auch zur zusätzlichen Unterstützung der Tiergesundheit.

Die beiden nähr- und mineralstoffreichen Sinkfuttermixe erfüllen alle Anforderungen an ein für niedrige Wassertemperaturen geeignetes Futtermittel. Die Missimur und Misimar Sinkfutter können aufgrund ihrer Zusammensetzung belastungsfrei noch bei Temperaturen gefüttert werden, die kaum noch ein anderes Futter zulassen, bei gleichzeitiger Stärkung der Widerstandskraft. Alle 3 Futtersorten werden bevorzugt aufgenommen - und es sollte nur soviel gefüttert werden, wie die nun sehr träge fressenden Tiere in knapp 5-10 Minuten aufnehmen.

Ganz wichtig: Solange gefüttert wird, solange muß auch gefiltert und sonstige Wasserpflege betrieben werden!

Zuletzt noch der Hinweis, dass unser spezial Sinkfuttermix, besonders auch nach weiterer Ergänzung mit Fischölen, ebenfalls für die Mitfütterung von Stören gut geeignet ist. Bitte kein Störfutter an Koi verfüttern.

 

                                                    Bitte beachten Sie auch unsere Futtersets für niedrigere Wassertemperaturen mit Preisvorteil.

        

Wir empfehlen Wasserpflegemittel zur Wintervorbereitung Mehr Informationen hier