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Die Fütterung mit Sinkfutter hält in der Koiwelt verstärkt Einzug.

Bisher führten Sinkfutter nur ein Schattendasein. Entsprechend gab es nur eine sehr begrenzte Auswahl - die Entwicklungsarbeit wurde in erster Linie in Schwimmfutter gesteckt, mit dem Ergebnis einer reichen Vielfalt.
Zunächst hatten die Sinkfutter nur eine Bedeutung für die Fütterung am Teichboden bei sehr niedrigen Wassertemperaturen. Es wurden hauptsächlich sehr fettreiche Futtersorten - häufig Mastfutter aus der Teichwirtschaft (leider z.T. auch heute noch) - verwendet, weil man meinte, das viele Fett müsste den Koi guttun. Dabei nicht beachtend, dass die Art des Fettes in der Futtermischung die entscheidende Rolle spielt und ein zuviel den Stoffwechsel mehr belastet als bisher angenommen. Wichtig: Bei der Zusammensetzung von Sinkfutter sind natürlich gleich hohe Qualitätsmaßstäbe anzulegen, wie bei Schwimmfuttern.

Inzwischen gibt es einige für Koi geeignete, sehr gute Sinkfuttersorten.

 Koifuttershop, Atama spezial Sinkfutter Mix

 Warum und wann Sinkfutter?

Nach wie vor wird bevorzugt Schwimmfutter für die Koiernährung eingesetzt, weil es einfach mehr Spaß bereitet, die Fische an der Wasseroberfläche zu füttern und zu beobachten.

Es gibt aber einige Gründe für die Fütterung spezieller Koi-Sinkfutter (keine Mastfutter aus der Teichwirtschaft, erkennbar meist an ungeeignet hohen Eiweiß- und extremen, ungesunden Fettgehalten!):

In erster Linie die erwähnte Versorgung der sich bei niedrigen Wassertemperaturen bevorzugt in der Nähe des Teichbodens aufhaltenden Koi. Dann ist es empfehlenswert, ein wirklich leichtverdauliches Sinkfutter in Herbst, Winter und Frühjahr zu verwenden. Es ist zu diesem Zeitpunkt ratsam, die Koi nicht mehr nur von der Wasseroberfläche fressen zu lassen.

Mit Sinkfutter kann dem natürlichen Freßverhalten der Koi entgegengekommen werden. Die Futteraufnahme ist für die Tiere einfacher, weil sie von Natur aus dafür "gebaut" sind.

Auch wenn Störe mit im Teich sind, sollte Sinkfutter für Koi - wenigstens teilweise – mitgefüttert werden, da die Koi sinkendes Futter bevorzugen, und dadurch von dem (immer sinkenden) Störfutter etwas abgelenkt sind. Das spezielle Störfutter hat eine sehr hohe Nährstoffdichte und ist aufgrund seiner Komponenten nicht ganz artgerecht für Koi. Zwangsläufig wird es von den Koi mitgefressen und kann bei längerfristig erhöhter Aufnahme zu einer ungünstigen Überversorgung bzw. Belastung durch schwere Verdaulichkeit - insbes. der Fettanteile - führen. Die gleichzeitige Haltung von Koi und Stören wird dadurch immer ein - nicht sehr günstiger - Kompromiß sein.

Aus gegebenem Anlass: Sehr zu beachten beim Einkauf von Sinkfutter ist, dass das entsprechende Futter durch seine Zusammensetzung auch wirklich für Koi und ggf. niedrigere WT geeignet ist - ein Futter wird nicht allein durch die Eigenschaft des Absinkens zu einem hochwertigen, leichtverdaulichen Ganzjahres- bzw. Winterfutter für Koi!

Eine Besonderheit für den Einsatz von nährstoffreicheren Sinkfuttersorten ist die intensive Fütterung zur Erzeugung extrem hoher Zuwächse bei den Koi.
Für diesen Zweck kann mit Sinkfutter, das aufgrund der Korndichte natürlich eine besonders hohe Nährstoffdichte hat, mehr Energie in den Koi hineingebracht werden als mit dem leichteren Schwimmfutter.
Dies wird von Zuchtfarmen und Händlern oft praktiziert um junge Koi mit gutem Potenzial schnell "ins Geld wachsen zu lassen". Ob das ein für die Praxis wünschenswertes Ziel ist, sei einmal dahingestellt. Immer wieder hört man von z.B. vorzeitiger Alterung der Haut, Problemen mit dem Skelett und besonders stressempfindlichen Fischen (Kiemenbluten) bei diesen "mit Gewalt in die Länge gezogenen" Fischen.

Ab und zu hört man auch das Argument für Sinkfutter, dass die an der Oberfläche Schwimmfutter fressenden Fische Probleme mit der Körperform bekommen können. Das wurde im Einzelnen noch nicht so richtig nachgewiesen; vorstellbar wäre eventuell, dass es sich dabei um die ewig hungrigen, vorn im Teich beim Fressen senkrecht im Wasser stehenden Koivarietäten handeln könnte.

Auf jeden Fall sollte es für den Praktiker noch viele andere Kriterien der Fütterung geben, als eine zu einseitig betonte, überschnelle Wachstumsintensität!

Die zeitweise Zugabe von etwas Sinkfutter hat aber noch einen kleinen Nebeneffekt: Durch die Bewegung der Fische am Teichgrund wird dieser - besonders bei vorhandenen Bodenabläufen - sauber gehalten. Natürlich nicht zu dicht an den Bodenabläufen einstreuen und nur wenig auf einmal.

Vor allem in relativ dicht besetzten Koiteichen werden auch immer einmal etwas schüchterne Tiere dabei sein, die von dem Schwimmfutter nur wenig abbekommen. Man kommt diesen Tieren mit ein wenig zusätzlichem Sinkfutter sehr entgegen, weil die anderen Fische bei der gierigen Futteraufnahme an der Oberfläche keinerlei gegenseitige Rücksicht nehmen.

Sehr empfehlenswert sind dazu auch die neu entwickelten, modernen Futtersorten mit zügig und nur langsam absinkenden Anteilen von Futterkörnern - evtl. mit kleinen Anteilen schwimmender Körner. Bei dieser sogenannten 3 dimensionalen Fütterung bekommt jeder etwas ab!

Zur Beachtung: Bei der Fütterung von Schwimmfutter sollte der Skimmer abgestellt bzw hochgezogen werden. Die Fütterung von Sinkfutter erfolgt am besten in mehreren kleineren Gaben möglichst abseits der Bodenabläufe.

Beispiel eines sehr hochwertigen, universal einsetzbaren Sinkfutters hier:

Atama Sinkfutter Mix Premium